Winterkartoffelknödel

Winterkartoffelknödel

(Rita Falk)

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Provinzkrimi, 233 Seiten

Winterkartoffelknödel (Rita Falk)

„Sakrisch komisch“ schreibt die Schwäbische Post über den ersten Kriminalfall für Franz Eberhofer, Dorfpolizist in Niederkaltenkirchen.
Denn sympatisch sind die Hauptcharaktere des Buchs allemal: Da gibt es als erstes natürlich den Franz – eingeschweißter Single, wohnhaft im Anbau des elterlichen Hauses (auch Saustall genannt), selbst bei Schwerverbrechern äußerst selten aus der Ruhe zu bringen (außer der Papa hört wieder zu laut die Beatles); dessen Diensthund Ludwig, die treue Seele (außer die treue Seele ist gerade beleidigt auf dieses doch manchmal so unsensible Herrl); die schwerhörige Oma, die mit bodenständiger Hausmannskost jeden im Dorf um den Finger wickelt; den Papa, dessen Lieblingshobby mit dem Anpflanzen und Rauchen verbotener Substanzen hinterm Gartenhäusl zu tun hat und viele mehr.

Hier findet ihr kurzweilige Unterhaltung mit einer ordentlichen Prise bayrischen Humors (gell?)

Neben den einzigartigen Figuren, flotten Sprüchen und einem wahrhaft tiefen Griff in die bayrische Dialektkiste (keine Sorge an alle Ungeübten – am Ende des Buchs befindet sich ein Glossar) wird der Kriminalfall schnell zur Nebensache. Wer krimitechnisch ausgefeilte Verstrickungen auf hohem Niveau sucht, sollte lieber zu Adler Olssen oder Dan Brown greifen.

Weitere Rezensionen zu den Rita Falk Krimis findet ihr hier am Bücherblog:
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