Pimp your Kochbuch.

Ob Hausmannsküche, Kuchen- und Muffinrezepte, Cocktail-Variationen oder Grilllexika – es gibt vermutlich keine Ess- oder Trinkbarkeit, die nicht in irgendeinem Kochbuch zu finden wäre. Und als sich dann noch diverse Ausgefallenheiten wie Power Food, Low Carb oder Clean Food zum Kochbuchrepertoire gesellten, wurde die kulinarische Topflandschaft immer unübersichtlicher.

Wer hat nicht schon mal ein Kochbuch à la Studentenküche oder „Easy Food“ in weiser Voraussicht von Oma geschenkt bekommen (PS. Bussi an Oma an dieser Stelle)? Wer hat sich noch keinen Ratgeber für wirkungsvolles Abnehmen zum Jahresstart gegönnt (wobei dieses Verb womöglich für manch gemarterte Diät-Seele fehl am Platz scheint)? Wer hat nicht den Smoothie-Hype mit dem Kauf einer kleinen aber feinen Ideensammlung beinahe unvorstellbarer Mixkombinationen finanziell unterstützt und musste kurz darauf feststellen, dass a) Nüsse im Mixer wohl doch keine so gute Idee waren und b) Smoothies gar nicht so gesund sind? Nicht zu vergessen: Die zahlreichen selbstverherrlichenden literarischen Experimente unserer Kochgurus Jamie und Tim und wie sie alle heißen, die uns absoluten Nichts-Könnern endlich mal Schwarz auf Weiß(em Glanzpapier) zeigen, wo der Hammer hängt (bzw. in diesem Fall der Kochlöffel – Küchen-Feng Shui und so, ihr wisst schon).

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Doch egal welche auf Papier gefassten Köstlichkeiten ihr bevorzugt, hier ein Tipp für Genießer: Warum nicht selbst aktiv werden und euer eigener Kochbuchautor werden? Hier die Light-Version: Haltet doch eure Erfahrungen mit gewissen Rezepten direkt in einem gekauften Kochbuch fest – Notizen, Zeichnungen, eingeklebte Fotos vom gelungenen (oder schauderhaften) Ergebnis helfen euch das nächste Mal sicher weiter und sorgen für mehr Spaß beim Durchblättern und Gustieren. Für Fortgeschrittene: Legt euch eine eigene Rezepte-Sammlung an! Oftmals probiert man einfach mal was aus und ist im Nachhinein selbst überrascht über die geschmackliche Entwicklung einer zu Beginn nicht sehr vielversprechend anmutenden Mixtur an Zutaten. Schreibt es auf! Sammelt diese frohen Momente als absoluter Küchenprofi mit sich über stolz geschwellter Brust wölbender Kochschürze. Und das nächste Mal, wenn wieder Ratlosigkeit herrscht bezüglich einer Essbarkeit für den kommenden Abend – voilà, habt ihr alles bei der Hand.

Wer braucht schon Jamie oder Tim? Also ich weiß, wo mein Kochlöffel hängt. Vielen Dank.