Bilderbücher für Große

Als die Eltern sich noch „Kinder“ nennen durften (ja, tatsächlich musste das einmal der Fall gewesen sein), waren Comics der letzte Schrei. Die quietschbunten Illustrationen der Comic-Helden Asterix & Obelix, Duffy Duck, Luke Skywalker und vielen mehr hatten die damaligen Kinderzimmer fest im Griff. Doch nun scheinen die Bildheftchen, in die hinterste Ecke des Buchregals verbannt, ein eher trauriges Dasein zu fristen.

Die Zeit war also gekommen für ein Comic-Revival: Dabei sind mir zwei Bände von Asterix & Obelix als „Studienobjekte“ in die Hände gefallen. Die mit viel Liebe zum Detail gezeichneten Figuren, witzigen Sprüche des „allwissenden Erzählers“ sowie dessen Ironie und Sarkasmus hatten nicht nur einen hervorragenden Unterhaltungswert sondern machten vor allem auch etwas stutzig: Kann man diese Dinge denn als Kind schon in einem solchen Ausmaß verstehen und wahrnehmen?

Eine Freundin sagte mal zu mir, sie sehe sich gerne Winnie Puuh an. Auf die behutsam entgegengebrachte Bemerkung, Winnie-Puuh sei eine Kinderserie und keine Bären-Doku, entgegnete sie gelassen: „Sieh’s dir an. Dann weißt du, dass man als Kind den Witz an der ganzen Geschichte noch gar nicht verstehen kann.“

 

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Als Kind begeisterten mich in den Asterix Comics die bunten Figuren; die einfach gestrickten Abenteuer. Heute begeistern mich die einzigartigen Charaktere, ihre Gesichtsausdrücke, ihre verblüffende Ähnlichkeit zu Personen, die ich kenne. Es unterhält mich die charmante Erzählart und es hat etwas unvergleichlich Zufriedenstellendes, dass solche Geschichten immer gleich enden.

Zum Beispiel mit einem deftigen Wildschein-Schmaus im Freien in Gesellschaft der gesamten Gallier-Sippe – ausgenommen eines gewissen schief singenden Barden names Troubadix, der währenddessen gefesselt und geknebelt an seinem Baum hängen muss. #veggie