Der Weihnachtshund

Daniel Glattauer

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Roman, 224 Seiten

Kurt war ein reinrassiger Deutsch-Drahthaar. Was er gerade machte? Er lag unter seinem Sessel und zählte im Geiste seine Deutsch-Drahthaare. […] Der Sessel war […] im direkten Vergleich der deutlich Lebendigere von den beiden.“ (Glattauer, 2009, Seite 5)

In der Nacht zum Nikolaustag hatte es geschneit und der Schnee war liegengeblieben. Kurt ebenfalls. Der Schnee würde laut Prognose zu Mittag bereits geschmolzen sein. Kurt nicht.“ (Glattauer, 2009, Seite 29)

Kurt, ein Bündel ekstatischer Energie und grenzenloser Abenteuerlust, eine Ausgeburt der feuersprühenden Lebensfreude, ist schon ab der ersten Seite der Held aller Leserherzen.

Denn obwohl sich der Deutsch-Drahthaar kaum rührt, ist doch wenigstens seine Geschichte äußerst rührend: Mit viel Charme erzählt Glattauer von Kurt, dem Weihnachtshund, der binnen eines knappen Monats ohne jegliche aktive Lebenszeichen oder bewegliche Bewandtnis das Leben seines Herrl dennoch für immer verändert.

Eine herrlich aufmunternde Lektüre, für alle, die gelegentlich unter vorweihnachtlichen Frustrationsschüben leiden oder deren Glauben an die Sinnhaftigkeit an das weihnachtliche Trara wackelt. Mit viel Witz bringt uns Glattauer Tag für Tag dem großen Abend ein Stückchen näher und zaubert uns ein Lächeln in unser grünes Grinch-Gesicht.

Weitere Bücher von Daniel Glattauer: Ewig Dein, Geschenkt.

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