No. More. Plastic.

NO. MORE. PLASTIC.
(Martin Dorey)
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Kurz, knackig, verständlich und erschreckend. Mit diesen vier Wörtern würde ich Martin Doreys Buch NO. MORE. PLASTIC. beschreiben. Auf 146 Seiten erklärt Dorey die Plastik-Thematik und warum wir anfangen müssen etwas zu tun, bevor das doch gar nicht so wundervolle „Wundermaterial“ unsere Ozeane und Küsten endgültig überschwemmt, noch mehr Tiere tötet und in Form von Mikroplastik sogar in den menschlichen Blutkreislauf gelangt.

Obwohl die Hintergründe wohl den meisten schon bekannt sind und wir im Alltag bereits einige Verbesserungen, wie zum Beispiel das Verbot von diversem Einwegplastik und Reduzierung von Plastiksäcken beobachten können, kann noch viel mehr zur Bekämpfung des unnötigen Mülls getan werden. Viele von uns (und da schließe ich mich selbst nicht aus) sind bereits stolz, wenn sie Plastik bloß ordentlich vom restlichen Müll trennen und tappen somit oft in die sogenannte „Recycling-Falle“. Denn vereinfacht stellen wir uns ja doch irgendwie vor, dass das Trennen von Müll den ultimativen Zweck der Wiederverwendung unterstützt. Doch viele Plastikmaterialien können gar nicht recyclet werden, da sie entweder aus unterschiedlichen Plastikkomponenten oder komplett aus nicht recyclebarem Material bestehen.

Der beste Weg, die Konzerne zu weniger Plastikverschwendung zu zwingen, ist es als Konsument informierte Kaufentscheidungen zu treffen. Dazu bietet das Buch einige praktische Tipps und Tricks, worauf man beim Einkaufen von Lebensmitteln, Kleidung, Reinigungsprodukten & Co achten sollte und wie man seinen Teil beitragen kann.

Martin Dorey gründete den Hashtag #2minutesolution. Jede seiner Lösungen beansprucht nur wenig Zeit, kann aber in Summe einen großen Unterschied machen.

Ich liebe Bücher, die zum Nachdenken anregen und dazu, sich selbst zu hinterfragen. Aus diesem Grund ist NO. MORE. PLASTIC. wieder eine absolute Buchempfehlung 🙂