Skippy stirbt

SKIPPY STIRBT
(Paul Murray)
*****

Roman, 780 Seiten

Ein Internatsroman der ganz besonderen Art: Eine herzergreifende und tragische Geschichte über die Qualen der ersten Liebe und immer währende Freundschaft.

Ganz kurz – worum geht’s?

Während Ruprecht van Doren wegen seines Bauchumfangs und seines streberhaften Auftretens gerne zur Zielscheibe diverser Hänseleien gemacht wird, zählt Daniel „Skippy“ Juster am Seabrook College in Dublin eher zu der unauffälligeren Sorte von Schülern. Die beiden verbindet eine enge Freundschaft, die im Laufe des Buches zum zentralen Aspekt der Geschichte wird.

Skippy verliebt sich in eines der schönsten Mädchen aus dem gegenüberliegenden Mädcheninternat, und lässt sich von ihr den Kopf verdrehen. Der rational veranlagte und auf mathematische Berechnungen spezialisierte Ruprecht erklärt seinem Freund von Beginn an die Aussichtslosigkeit seiner Lage. Schon bald muss Ruprecht einen neuen Faktor in seine Gleichung einfügen: Der vor Zorn kochende Carl – Freund des Mädchens und angehender Drogendealer – dessen wütende Ader zur wachsenden Gefahr für Skippy wird.

Warum lesen?

Schon der große Erfolg der Fernsehserie „Big Bang“ beweist: Wir alle haben doch ein Faible für Loser. Paul Murray macht zwei sympathische Verlierer, zwei Schüler am Ende der Nahrungskette zu den Helden seiner Geschichte und während man die Handlung verfolgt wächst gleichzeitig die Empathie für die beiden. Das unreife Verhalten der jungen Charaktere und die starre Politik des Internats ließen mich die Entwicklung der Geschehnisse teilweise mit heruntergeklappter Kinnlade verfolgen.

Aus besten freundschaftlichen Absichten entstehen die schlimmsten Folgen und wenn das Schicksal zuschlägt, kann niemand mehr helfen. Die Kategorie Tragikomödie ist wirklich eine maßgeschneiderte Bezeichnung für dieses Buch.

So noch nie gelesen – eine ganz besondere Geschichte 🙂